Ethereum Newsroundup KW9 2021

Das Ethereum-Ökosystem war in den letzten Tagen wieder einiges los. Von Handelsbots, die über 100 Millionen Dollar aus der Ethereum-Blockchain gewinne, bis hin zu einer neuen Derivateplattform, welche die zweitgrößte Blockchain nutzt und eine EU-MIFID-Lizenz erhält.

Außerdem wurde ein Kryptowährungsnutzer verhaftet, der behauptete, dass er in der Lage war, Ethereum auf der PlayStation 5 zu minen. Der chinesische Softwareentwickler behauptete irreführend, dass er das Gerät übertaktet hat und daher den Durchbruch geschafft habe. Das wäre im aktuellen Grafikkartenmarkt ein Segen für interessierte Miner, da das Angebot an nützlichen Grafikkarten der Nachfrage in keiner Weise nach kommt.

Leider ergab aber ein Scan eines QR-Codes auf der besagten PS5, dass die Nachricht zu Unterhaltungszwecken fabriziert wurde und dass „es keine solche Software gibt.“, was mit Enttäuschung aufgenommen wurde.

Unten sind meine Top-Picks der heißesten Ethereum-Nachrichten der letzten Woche:

Ethereum-Investoren zielen auf einen ETH-Preis von 2.000 Dollar

Eine Analyse mehrerer Datenpunkte ergab, dass ETH-Investoren einen Preis von $2.000 pro ETH-Coin anstreben. Interessanterweise sind sie zu einem Zeitpunkt optimistisch, an dem die zweitgrößte Kryptowährung kürzlich 36 Prozent verloren hat und bei weniger als 1.600 Dollar gehandelt wird.

Total Defi Chart

Die bullische Stimmung ist vor allem auf die jüngste Einführung von CME ETH Futures zurück zu führen. Außerdem sehen sie den Anstieg des verwalteten Vermögens von Grayscale Ethereum Trust als klaren positiven Indikator, der bereit ist zuzuschlagen. Fonds, die in Ethereum-basierten DeFi-Protokollen gebunden sind, sind ebenfalls auf dem Vormarsch und geben ihnen neue Hoffnung.

Amazon Web Services (AWS) integriert Ethereum Blockchain

Nach zwei Jahren des Teasings ist es nun offiziell. Diese Woche wurde Ethereum in die verwaltete Blockchain-Plattform von AWS aufgenommen. In einem Blog-Beitrag sagte AWS, dass die Hinzufügung eine Möglichkeit für seine Kunden bietet, sich einfach und schnell mit dem Ethereum-Mainnet „in Minuten“ zu verbinden.

Zu beachten ist, dass Amazons Managed-Blockchain-Angebot sichere Verschlüsselung, Vernetzung und Zugang zum ETH-getriebenen dezentralen Netzwerk über eine standardisierte Schnittstelle bietet.

SushiSwap flieht zu Binance Smart Chain (BSC)

Die hohen Transaktionsgebühren auf Ethereum kostete es eines seiner prominenten dezentralen Finanz (DeFi) Netzwerke, SushiSwap. Neben dem Beitritt zur Binance Smart Chain ist das Uniswap-Spinoff auch auf Moonbeam Network, xDai Chain, Polygon und Fantom aktiv.

SushiSwap Chart

SushiSwap hat mehr als $3,3 Milliarden Einlagen hinterelgt. Derzeit sind die meisten Ethereum-basierten DeFi-Projekte auf der Suche nach alternativen Lösungen für die hohen Gasgebühren auf Ethereum. Einige, wie SushiSwap, haben sich entschieden, zu Plattformen zu wechseln, die billigere und schnellere Transaktionen anbieten, während andere den Weg der Rollups wählen.

Trading Bots generieren über $100 Millionen aus Ethereum in einem Monat

Gegen Ende des letzten Monats tauchten Berichte auf, dass Handelsroboter, die die Ethereum-Blockchain aushebeln, innerhalb eines Monats mehr als 100 Millionen Dollar von der Plattform abgezogen haben. Interessanterweise nutzten die Roboter Schwachstellen im zweitgrößten dezentralen Netzwerk aus.

Gemeinhin als MEV (Miner Extracted Value) bezeichnet, nutzen die Bots Arbitrage-Ansätze, um auf Transaktionen zuzugreifen, die auf dem Mempool (Speicherpool/Handelsbuch) der Plattform warten, und aus diesen Gewinne erzielen.

MEV Chart

Die meisten Transaktionen im Mempool haben niedrige Gaspreise. Daher greifen Bots auf den Pool zu, finden eine profitable Transaktion, kopieren sie und erhöhen den Gaspreis. Auf diese Weise wird die neue Transaktion vor der ursprünglichen abgewickelt. So konnten sie kleine Preisdifferenzen ausnutzen.

Nicht fungible Token (NFT) immer populärer

In den letzten Wochen rückten NFT-Protokolle mit ihren Tokens wie Chilliz, oder Theta in den Fokus und erreichten neue Höchststände. Bei NFT geht es darum, einzigartige Gegenstände, oder Daten zu schaffen und deren Besitz in der Blockchain zu speichern. So kündigte die Band Kings of Leon an, dass sie ihr neues Album als NFT-Token anbieten werden. Diese Tokens sind mit einem digitalen Download verbunden, welchen Fans ermöglicht auf das Ablum zuzugreifen. Natürlich aber nur immer der, welcher einen entsprechenden Token besitzt.

Der Hype um NFT führt aber zurzeit auch zu merkwürdigen Gegebenheiten. Mit NFT’s lässt sich erstmalig im Internet Besitz erwerben, was bei einigen Tokens zu irren Preisen führt. So hat ein Künstler kürzlich eine digitales Kunstwerk als Token für über $6.6 Millionen verkauft.

Die ganze NFT Thematik scheint zurzeit noch sehr experimentell und führt hier und dort zu starken Übertreibungen. Wann sich dies einpendeln wird, ist zurzeit noch offen.

CloseCross gewinnt MIFID Lizenz

Die Derivate-Handelsplattform CloseCross erhält von der EU eine MIFID-Lizenz ausgestellt. Die auf der Ethereum Blockchain basiert und noch in diesem Monat live geht, konnte sich so bereits jetzt eine staatliche Akzeptanz sichern.

Auf der Plattform wird es Usern möglich sein, derivative Finanzinstrumente zu erstellen und zu handeln, ohne den mühseligen Schritt über eine Drittpartei zu gehen. Mit dieser Lizenz beweist CloseCross, dass ihnen der Kundenschutz am Herzen liegt.

Weitere News rund um Ethereum findet ihr wöchentlich am Freitagmorgen auf diesem Blog!

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Roland Strasser

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Schmeisst man Wirtschaft, IT und Realismus in einen Topf, komme ich heraus. Cryptofan mit gesunder Skepsis zum Trend, aber langfristig mit klarer bullisher Tendenz!
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